Das Internetsicherheitsgesetz (Digitale Agenda)

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internetsicherheitsgesetzIrgendwie war das klar: Die digitale Agenda, mit der das „Neuland“ Internet in Deutschland bewanderbar gemacht werden soll, startet jetzt zuerst einmal durch mit einem Gesetzesentwurf zur … Sicherheit, dem Internetsicherheitsgesetz! Stimmt wir sind in Deutschland. Das mit dem Breitband, mit dem Schulunterricht und solchen anderen Maßnahmen – das lassen wir zuerst mal liegen, erst mal für Ordnung sorgen.

Und dabei hab ich ja gar nichts dagegen, sich um Sicherheit im Internet mit einem Internetsicherheitsgesetz zu kümmern. Aus eigener, leidvoller Erfahrung weiss ich, dass auch in der Hinsicht viel zu tun ist bei uns zu Hause in Deutschland: Ein Kunde, der von seinen Usern Bankdaten über ein Formular aus der Steinzeit hochladen lässt und selbst die Seite mit Rechnern bestückt, die ein Free Virenprogramm von vor 10 Jahren drauf haben. („Die Bezahlversion kostet 90,- EURO!!!! Das ist zu viel!!!!“) Komischerweise ist dann die Seite mit Viren befallen wie Hulle – muss an der Programmierung liegen 😡

Okay, aber meine eigenen Befindlichkeiten mal zur Seite, muss man sagen, dass eine Meldepflicht für Cyberangriffe durchaus sinnvoll ist – jede Menge Open Source Tools machen das schon seit Jahren automatisiert und erfolgreich. Mal schauen, wie das umgesetzt wird im Internetsicherheitsgesetz – effizient oder … nun, deutsch … 😐

Und dabei ist es doch eigentlich ganz einfach, wie man Deutschland endlich ans Netz anschließen könnte nicht nur mit einem Internetsicherheitsgesetz:

  • Sinnvolle Fortbildungen, die nicht gängeln, sondern aufklären (Kindern z.B. erklären, WIE man mit Facebook umgeht, und es nicht verteufeln)
  • Gesetzliche Richtlinien, die auch Webseitenbetreibern wirklich Sicherheit geben (damit z.B. das leidige Thema Abmahnungen einmal grundsätzlich geklärt wird – siehe auch hier)
  • Eine öffentliche Online Kultur (warum muss ich erst in Urlaub fahren, um überall freies WLan zu finden)
  • Aufbau von wirklicher technischer Kompetenz an Entscheiderstellen (Wäre doch mal ein Einstellungskriterium für einen Manager: Das selbstständige Einrichten von Emailaccounts …)
  • Wirklicher Aufbau einer Online Infrastruktur (und dazu gehören auch solche Dinge wie Regelungen von Onlinehandel im Zusammenspiel mit analogen Handelsrichtlinien)
  • Sinnvolle rechtliche, übergreifende Regelungen (damit solche albernen Streiche von Lokalmatadoren wie Landesdatenschutzbeauftragten einfach nicht mehr möglich sind – Dürfen Seitenbetreiber in Schelswigholstein eigentlich wieder Facebook Buttons verwenden …)
  • Endlich mal Taschenlampen in all die Grauzonen richten, mit denen wir uns irgendwie in Sachen Online arrangiert haben (ich sage nur, wo muss man wie ein Impressum anlegen …)

Okay, ich bin ja aber ein positiver Mensch. Insofern ist ja schon mal schön, dass es die Kombination von Gesetz und Internet 2014 mit dem Internetsicherheitsgesetz in Deutschland gibt. Und ich bin mir sicher, dass wir ganz schnell auch wirklich durchstarten werden – in Deutschland – 2014 – mit dem Internet – irgendwie …

 

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