Hin zur Plattform

Square

2011-10-16_1318761476Klassische Medien wissen mit dem Wort Krise etwas anzufangen. Nicht nur, dass sie aktuell dieses Wort oft in der Berichterstattung gebrauchen, nein, sie stecken selber knietief drin.

Sinkende Werbeumsätze sind im TV bittere Realität in einem Ausmaß, der existentielle Fragen aufwirft. Die Printmedien fragen sich manchmal, wofür es noch eine Anzeigenabteilung gibt und auch im Radio brechen – gerade im nationalen Markt – Umsätze bergeweise weg.

Der Weg ins Netz ist von den meisten schon lange gemacht, aber trotzdem scheint keine Rettung in Sicht. Frustriert winken viele ab – „Wer verdient mit Internet schon Geld?“

Die Antwort ist schnell gegeben: „Viele –  sehr viel Geld!“ Dass gerade die klassischen Medien solche Schwierigkeiten mit dem Netz haben, ist bei genauer Betrachtung kein Zufall. Meist werden einfach die klassischen Strategien ins Netz transferiert – eins zu eins. Aber das Netz hat seine eigenen Gesetze und Routinen.

Gerade das Ausrichten auf die große Masse ist meist ein Irrweg im Netz – aktuell zeigt das Beispiel AOL, was es bedeutet, wenn man sein Kerngeschäft aufweicht und zu viel will. Der Fehler wird auch und gerade auch von der Gattung Radio häufig gemacht – Riesenansammlungen von Content, der nichts und alles bedeutet.

Ziel muss aber sein, den Markenkern zu identifizieren. Was bin ich und wofür nutzen mich die Leute. Und generell muss ein Umdenken stattfinden: Ziel war bisher, mit einem möglichst kleinen gemeinsamen Nenner möglichst viele Menschen zu versammeln und diese Reichweite dann anderen zur Verfügung zu stellen.

Ein Überleben wird dann einfacher, wenn angefangen wird, diese Reichweite selbst zu nutzen und sich selbst als Plattform zu verstehen, die selbst ein Produkt ist. Warum wer dieses Produkt konsumieren will und in welcher Form, das sind die Fragen, die zu beantworten sein müssen.

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