Online Vermarktung

Plakate weltweit mit Rich Pins

Screenshot einer Pinterest PinnwandPinterest sollte eigentlich in aller Munde sein. Pinterest ist die am schnellsten wachsende Webseite weltweit. “Pin it” ist eins der Lieblingsspielzeuge von Menschen im Netz: Fotos, die man selber erstellt hat, Fotos, die man irgendwo im Netz gesehen hat, einfach auf die eigene “Pinwand” (Quasi das eigene Konto bei Pinterest) stellen. Dann kann man auch anderen Weiterlesen →

Der Google Vorteil

google vorteilZu Ostern waren wir – wie so viele – bei der Familie. Bei meiner Schwiegerfamilie – in der Nähe von Bielefeld. Nun wollte ich am Samstag eine kleine Osterüberraschung für meine Frau besorgen. Ich kenne mich allerdings in der Gegend nur leidlich aus. In der Nähe liegt das schöne Bad Salzuflen, ich dachte, ich suche in der Fußgängerzone nach einem Laden, der Thomas Sabo hat. Meine Tochter war dabei, um mich Weiterlesen →

Kreative Vermarktung

Sieht man sich die Welt von der technischen Seite aus an, könnte alles so schön sein: Für Technik interessierte Menschen steht geradezu das Nirvana vor der Tür – es scheint alles möglich: Immer einfacher bedienbare Interfaces, egal ob man auf Geräte-, Anwendungs- oder Endnutzerseite schaut. Durch intuitive Systeme wird jeder, der will, zum Online Publisher, sei das nun im einfachsten Fall über Social Media, wie Facebook, Twitter etc., mit dem eigenen Blog über bekannte Blogportale oder mit eigenen Seiten, die mit Modullösungen heute schon jeder erstellen kann. Theoretisch kann jeder …

Sieht man die Welt von einer Marketing Seite aus an, ist man zumeist enttäuscht. Denn es wäre ja nicht so, dass all die einfache technische Vielfalt nicht auch für Menschen zur Verfügung stünde, die sich mit Vermarktung und Marketing beschäftigen – gerade in der bunten Online Welt. Aber es scheint so, dass die Marketingwelt stehen geblieben ist in der Zeit, als man festgestellt hat, dass man Hyperlinks graphisch gestalten kann und das Banner geboren wurde. Gut, dieses Banner hat Brüder bekommen, wie das Flash Banner, aber ehrlich – soll das schon das Ende der Fahnenstange sein, was Online Vermarktung angeht?

Und es gibt ja Ansätze, viele, vielschichtige, kreative: Nicht mehr der stupide Werbefilm, nein der Produktfilm, der für den User einen wirklichen Nutzen bringt (Für die Frau: Wie trage ich ein dezentes Make-up auf/ Für den Herrn: Wie wechsle ich die Reifen :mrgreen: ), der aber aktive Flächen innerhalb des Videos hat, die anklickbar sind. Da kann die Frau z.B. das Schwämmchen zum Auftragen anklicken und bekommt die Info, dass sie diesen im 12er Pack bei Versand xy zum Preis von z bestellen kann mit direktem Link zur Shoppingseite.

Solche Verschmelzung von Information mit Shoppingmöglichkeiten wird durch clevere technische Lösungen immer attraktiver und greift das Gefühl der Nutzer auf, das Werbung zu aggressiv ist – hier ist sie in Information eingebunden. Gefällt die Information, wird die Werbebotschaft auch eher als Information aufgegriffen …

Oder auch das Storytelling: Ich kreiere bewusst eine Storyline rund um mein Produkt/ meinen Kunden, die ich entweder mit Protagonisten anreichere oder sonst wie redaktionell unterlege, so dass ein wirklicher Informationsvorteil für den Nutzer entsteht. Diesen mit einem Produkt, einer Kampagne verbunden, erreiche ich mehr Aufmerksamkeit, werde nicht im werblichen Umfeld wahrgenommen und kann mein Produkt/ meine Kunden seriöser einbinden. Klassische Bespiele für eine solche Methode werden meist in Blogs gefahren: Reiseberichte mit Hotel-/ Anbieterempfehlung, Musikkritiken mit Kauflink, Trainingstagebuch mit Sportgeräteempfehlung …

Und diese Liste ließe sich noch ewig weiter führen. Setzen Sie einen Kreativen mit ein wenig Technikverstand mit einem Techniker zusammen und sie bekommen einen riesen Strauß an bunten Vermarktungsideen.

Aber da fängt das Problem an. Denn gerade diesen Strauß scheint man auf Vermarkterebene nicht wirklich in der Vase haben zu wollen. Es wird auf das bewährte gesetzt – da kennt man sich aus, da kennt man die Margen, da weiss man Bescheid. Ich muss nicht extra erwähnen, dass genau diese Einstellung bei Menschen aus den eher klassischen Medien vorherrscht, während junge Unternehmen mit frischen Leuten diese neue Formen der Vermarktung schon ausgiebigst nutzen und das sehr erfolgreich. Während die Vertreter der anderen Seite besitzstandsrettend an ihren alten Methoden kleben und dabei zuschauen, wie Stück für Stück Marktanteile an neue Player abwandern und sich darüber beschweren.

Schade eigentlich, wo es doch eigentlich ganz einfach wäre …

Miss mal!

2011-03-20_1300632107Es gibt eine neue Strömung – die freut die Mediziner und macht den Mitgliedern Spaß – und kommt (wir ahnen es schon) aus den USA: Quantified Self. Wer den verlinkten Artikel nicht lesen möchte, der sei damit zufrieden, dass es sich bei dieser Bewegung um Menschen handelt, die in allen Lebenslagen sämtliche verfügbaren Parameter messen und diese fein säuberlich in Tabellen eintragen, um Rückschlüsse auf Wohl- oder Unbefinden zu ziehen. Und weil wir im beginnenden 21. Jahrhundert sind, hat diese Bewegung einen starken Internetbezug und die Tabellen werden auf eigens dafür erstellten Plattformen gesammelt – mit den entsprechenden Vernetzungen in die großen Social Media Plattformen. Die Menschen, die kräftig messen, stellen schnell fest, dass sie Verhaltensänderungen mit der Empirie besser in den Griff bekommen. Zaghafte Anfänge solcher Portale kennt man auch hierzulande schon länger, wie z.B. Läufercommunities, in denen man seine Leistung mit Freunden messen kann und diese dann auf den einschlägigen Netzwerken posten kann.

Im November dieses Jahres wird es in Amsterdam die erste europäische Konferenz dieser Bewegung in Europa geben. Das heisst, es ist noch viel Luft in dieser Sache, die Claims – gerade in Deutschland – sind noch nicht abgesteckt.

Und da denkt man als geneigter Berater natürlich gleich an sein eigenes Arbeitsfeld und überlegt sich, dass doch gerade die Kunden aus dem Radiobereich sich immer wieder darüber beklagen, dass gerade das Internet so ein schwer zu bewirtschaftendes Feld wäre und dass man sowieso in Zeiten von Facebook und Co. keine Community Aktivitäten im Netz mehr starten kann.

Dieses Beispiel zeigt: Stimmt nicht! Denn so eine Bewegung birgt tausende Möglichkeiten – gerade für das Radio: Dort hat man die Reichweite, je nach Format auch die Klientel! Würde man die in geeigneten Plattformen, die an große Sendermarken angedockt werden, bündeln, könnte man sogar auch das Thema “Individualisierung” beackern – modifizierte Streams für die Gemütslage, die automatisiert bei etwaiger Dateneingabe angeboten werden …

Und um mein Pulver nicht völlig zu verschießen, verweise ich ab hier auf den freundlichen Berater, der hier kontaktiert werden kann!