19th Aug2011

Fussball, Facebook, Fifa …

by Markus Dreesen

Es sind bekanntlich die kleinen Dinge, die die wirklich großen Veränderungen ankündigen: Heute, am 19.08.2011 passiert ein nur lokal interessantes Ereignis – weltweit: Facebook überträgt ein Spiel aus der Amateur Klasse – Ascot gegen Wembley. Und weil es Facebook ist, ist natürlich auch ein großer Sponsor dabei.

Und das in einer Zeit, in der die DFL eh laut darüber spricht, die heilige Kuh Sportschau am Samstag Abend zu schlachten – mit Hilfe des Internets.

Dabei spielt das Internet seine Karte wie einen Royal Flash aus der Hand: Egal ob lokale Ereignisse, internationale Ereignisse – immer öfter stoßen Betreiber digitaler Plattformen in Felder, die eigentlich traditionell Terrain der großen Massenmedien waren.

Auch die samstagsnachmittägliche öffentlich rechtliche Bundesligakonferenz im Radio hat seit einigen Jahren einen ermstzunehmenden Internet Feind: 90elf. Klickzahlen am Wochenende, die jedem öffentlich rechtlichem Sportredakteur das Fürchten lehren sollten.

Überhaupt schlachtet das Internet gerade seine technischen Möglichkeiten aus: Es geht immer mehr in den Mikrokosmos mit Diensten wie foursquare und den entsprechenden Koops, auch die alte Tante Radio nutzt solche Dienste, um seinen lokalen Vorteil in der digitalen Welt zu behaupten.

Und was heisst das für die traditionsreichen Massenmedien? Nun, warm anziehen, neue Konzepte mit und nicht gegen das Internet entwickeln und auf der Hut sein. Denn wenn es schon Kochshows auf Google+ gibt und Ibrahim Evsan in der w&v postuliert, dass gerade durch Google+ jeder zum Marketingexperten werden kann, dann deucht es mich, dass die Zeitenwende “umme Ecke” ist :mrgreen:

07th Aug2011

Miss mal!

by Markus Dreesen

© Joujou/ pixelio.de

Es gibt eine neue Strömung – die freut die Mediziner und macht den Mitgliedern Spaß – und kommt (wir ahnen es schon) aus den USA: Quantified Self. Wer den verlinkten Artikel nicht lesen möchte, der sei damit zufrieden, dass es sich bei dieser Bewegung um Menschen handelt, die in allen Lebenslagen sämtliche verfügbaren Parameter messen und diese fein säuberlich in Tabellen eintragen, um Rückschlüsse auf Wohl- oder Unbefinden zu ziehen. Und weil wir im beginnenden 21. Jahrhundert sind, hat diese Bewegung einen starken Internetbezug und die Tabellen werden auf eigens dafür erstellten Plattformen gesammelt – mit den entsprechenden Vernetzungen in die großen Social Media Plattformen. Die Menschen, die kräftig messen, stellen schnell fest, dass sie Verhaltensänderungen mit der Empirie besser in den Griff bekommen. Zaghafte Anfänge solcher Portale kennt man auch hierzulande schon länger, wie z.B. Läufercommunities, in denen man seine Leistung mit Freunden messen kann und diese dann auf den einschlägigen Netzwerken posten kann.

Im November dieses Jahres wird es in Amsterdam die erste europäische Konferenz dieser Bewegung in Europa geben. Das heisst, es ist noch viel Luft in dieser Sache, die Claims – gerade in Deutschland – sind noch nicht abgesteckt.

Und da denkt man als geneigter Berater natürlich gleich an sein eigenes Atbeitsfeld und überlegt sich, dass doch gerade die Kunden aus dem Radiobereich sich immer wieder darüber beklagen, dass gerade das Internet so ein schwer zu bewirtschaftendes Feld wäre und dass man sowieso in Zeiten von Facebook und Co. keine Community Aktivitäten im Netz mehr starten kann.

Dieses Beispiel zeigt: Stimmt nicht! Denn so eine Bewegung birgt tausende Möglichkeiten – gerade für das Radio: Dort hat man die Reichweite, je nach Format auch die Klientel! Würde man die in geeigneten Plattformen, die an große Sendermarken angedockt werden, bündeln, könnte man sogar auch das Thema “Individualisierung” beackern – modifizierte Streams für die Gemütslage, die automatisiert bei etwaiger Dateneingabe angeboten werden …

Und um mein Pulver nicht völlig zu verschießen, verweise ich ab hier auf den freundlichen Berater, der hier kontaktiert werden kann!

 

02nd Sep2010

Ausleihen ist hipp – Die soziale Perspektive

by Markus Dreesen

© Gerhard Giebener/ pixelio.de

Ja, ich weiß, dieser Anfang geht gar nicht, aber in Amerika gibt´s das doch schon – schon wieder. Und auch wenn ich mich damit wiederhole, finde ich diese aktuelle Entwicklung großartig:

In einem Artikel der New York Times kann man die neusten Social Media Ausläufer kennenlernen – das mehr oder weniger private Ausleihen von Dingen, das private Vermieten von Räumen – kurz, eine wachsende Anzahl von Online Marktplätzen, die nicht mit kommerziellen Anbietern arbeiten.

Der Autor hat sich (weiterlesen…)

03rd Aug2010

Und dann?

by Markus Dreesen

Im Urlaub hat man Zeit. Im Urlaub nimmt man Dinge anders wahr als im normalen Alltag. Direkt neben unserer Bleibe war ein Restaurant. Dieses Restaurant spielte den ganzen Tag Radio – laut. Beim Frühstück auf dem Balkon gut hörbar – der Kaffee nach dem Strand auf dem Balkon untermalt und zwischendurch auch immer wieder in Shops: Radio der Marke AC, das vor allen Dingen 80er spielt, die man doch eigentlich nicht wirklich ernsthaft noch spielen kann (“We Built This City“). Und die Moderatoren spucken solche wirklich emotionsgeladenen Musikverkaufen aus wie “Und das ist der perfekte entspannt durch den Feierabend Stau Song von Maroon 5 …” Man stelle sich den geneigten Musikliebhaber im Geschäft seiner Wahl vor, der nach dem “perfekten entspannt durch den Feierabend Stau Song von Maroon 5″ fragt. Eben!

Aber, stellt man solche Überlegungen innerredaktionell an, bekommt man immer das Totschlagargument: “Das testet aber gut!” Aha!?

Vielleicht wäre es sinnvoll (weiterlesen…)

02nd Feb2010

Danke, Anne!

by Markus Dreesen

Bild ® ndr.de

Positive Verstärkung ist gut. Seit Anfang des letzten Jahrhunderts weiss man das. Deswegen muss man einfach mal “Danke” sagen. Noch vor knapp einem Jahr wurde man in die Exoten Ecke gestellt, wenn man in Vorträgen über die Kraft von Blogs gerade für “alte” Medien sprach … Und heute?

Heute ist dieses Wissen bereits in der Allgemeinkultur – dem Deutschen Fernsehen, dem öffentlich rechtlichen sogar – angekommen: Im Dritten, beim WDR gibt es zum Beispiel jeden frühen Abend das Magazin “Aktuelle Stunde”. Dort rufen die Moderatoren kräftig auf, im Blog der Sendung zum aktuellen Topthema Stellung zu beziehen. Diese Möglichkeit wird erstaunlich oft genutzt. (weiterlesen…)

02nd Jan2010

Mut zum Anderssein

by Markus Dreesen

logoZum zweiten Mal schon darf ich mein Amt als Juror der LFK in Baden Württemberg ausüben – in diesem Jahr in der Kategorie Volontäre. Diese Kategorie wurde bis zum letzten Jahr vom plötzlich verstorbenen Rainer Cabanis bearbeitet – also, große Fussstapfen, in die ich da reintreten muss.

Der 2. Januar ist ein perfekter Tag, um die 19 eingereichten Beiträge (weiterlesen…)

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