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Der Digitale Hype – kreieren????

Digitale Hype
© ADC 2015

Dieses Plakat begegnet einem zur Zeit auf der Straße – der geneigte Beobachter mag des Englischen mächtig sein und erfährt also, dass der digitale Hype kreiert werden soll. Das Kreieren von Dingen ist immer ein schöner Anlass, da wird etwas hergestellt, das wir bisher so noch nicht hatten. Aber, der Digitale Hype? Was ist das? Also, zuerst einmal wird man bei Wikipedia fündig, wenn man sich nach dem Wort „Hype“ umschaut. Nicht wirklich, aber in ähnlichem Zusammenhang:

Medienhype, in den Massenmedien aufgebauschte oder übertriebene Nachrichten, gezielt zur Werbung verbreitet

Also, ist der Digitale Hype eine aufgebauschte oder übertriebene Nachricht, die gezielt zur Werbung verbreitet wird? Und wer steckt denn hinter diesem Digitalem Hype?

Das ist schnell erklärt: Der ADC hat dieses Plakate in Umlauf gebracht und wirbt damit für seinen Kongress, der im Mai stattfindet. Nun ist der ADC besonders dafür bekannt, dass er sein Führungspersonal danach rekrutiert, wer gerade einen Job braucht, aber es soll in diesem Beitrag nicht um den ADC oder die Kompetenzen von Führungspersonal sondern um den digitalen Hype gehen. Aber genau da kommt dann doch der ADC ins Spiel, weil auch diese Organisation sich in eine Reihe stellt, die angeführt wird von unserer Kanzlerin und ihrem legendären „Neuland„.

Eine Clique in Deutschland, meist an den Schaltstellen – ich frage nicht warum! – die auf eine unerklärliche Art und Weise antimodern sind. Denn wie man im Jahre 2015 davon sprechen kann, dass der digitale Hype kreiert wird, ist mir unverständlich. In einer Zeit, in der die Smartphonedichte nicht nur in U-Bahnen bei 100 % liegt, in der Theaterkassen reihenweise schließen, weil Tickets online bestellt werden, in der selbst Oma Flüge im Internet bucht.

In einer solchen Zeit wünscht man sich Entscheider, die Entwicklungen moderieren. Die vorne weg laufen und zeigen, wie es gehen könnte. Sucht man die in Deutschland (Herr Öttinger …), ist auf weiter Flur – NEULAND.

ABER – es wird geschimpft, was der Rohrspatz so hergibt: Versuchen Sie mal mit einem Gymnasial Lehrer über Soziale Medien zu reden, ohne dass auf der Gegenseite der pure Schaum aus den Mundwinkel tropft – Teufelszeugs, verbieten, Untergang des Abendlandes. Oder über die Benutzung von Smartphones – immer hängst Du da drüber – oder die Tatsache, was das Internet alles so kaputt macht – Buchläden, den Tante Emma Laden und die Musikindustrie sowieso.

Über all diese Ereignisse könnte man Bücher schreiben und zuweilen tun das ja auch andere sehr eloquent, aber es wäre so wichtig zu verstehen, dass der Digitale Hype wahrscheinlich schon 15 Jahre zurück liegt (ADC – sic!) und wir uns längst im digitalen Zeitalter befinden. 90 % unserer Systeme – Verkehrsführung, Bankenwesen, Kultur … – sind längst digitalisiert, unsere Kinder wachsen in einem digitalisiertem Umfeld auf. Aber was fehlt, ist ein Leitfaden!

Geht man davon aus, dass Politik, Entscheider und Führungspersonal ihre Funktion mit einer Vision ausfüllen, dann sollte es doch möglich sein, dass es Leitfäden für ein digitales Leben gibt, dass es Aufklärung anstatt Schimpferei und lebensferner Ablehnung gibt, dass es ein Zukunftsbild gibt, dass unsere Gesellschaft als Leitbild auf dem Weg in die Digitale Zukunft, die eine Gegenwart ist, dient.

UND – der Digitale Hype – das ist eine so dumme Metapher für einen Zug, auf den nur ewig Gestrige aufspringen wollen, die das Tragen von Hornbrillen mit Modernität verwechseln!

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