Selbstversuch 2: Digitales Zeitunglesen

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digitales ZeitunglesenIch beschrieb bereits: Ein neues Abo bei der Süddeutschen Zeitung konkurriert gerade gegen ein schon vorhandenes Digital Abo bei der Welt. Am Wochenende habe ich Samstags – aus Neugierde – dem neuen, alten Papier der Süddeutschen den Vorzug gegeben. Allerdings wollte mir nur der Feuilleton munden, der Rest war nicht wirklich schaffbar – ich habe eine Familie, einen Hund, einen Garten – also ein normal life. Deswegen lag auch schon am Sonntag Morgen wieder das iPad neben meinem Frühstücksbrötchen: Dort ist Digitales Zeitunglesen mit einer praktischen Form und einer mundgerechten Dosierung verbunden. Sprich, es ist schön klein und handlich und schön kurz und gut zu lesen. Bin ich deswegen zu dumm for the real stuff? Papier mit viel Inhalt? Hat mich vielleicht Digitales Zeitunglesen versaut und wohlmöglich dumm gemacht? Möglich ist das …

Jedenfalls bin ich theoretisch begeistert von dem Angebot der Süddeutschen, weil es ja das traditionelle mit dem neuen verbindet. Das Problem liegt nur in dem theoretischen. Denn im Alltag greife ich auf das digitale Zeitunglesen in seiner gelernten, knappen Form mit knackigen Inhalten bei der Welt zurück. Die vielleicht auch ein bisschen leichtbrüstig sind …

Vielleicht liegt es auch daran, dass bei mir das klassische Zeitunglesen auch nicht mehr wirklich nur zu klassischen Zeiten stattfindet. Über den ganzen Tag hinweg bin ich ein Bildschirmworker und lese unentwegt Texte – fachliches, leichtes, interessantes. Dies wird mir meist durch meinen Stream bei Facebook, Google+ oder Twitter serviert. Sprich, es ist eine Menge Inhalt, der eh Tag für Tag konsumiert wird. Vielleicht ist da das digitale Zeitunglesen in kleinen Einheiten die einzig richtige Möglichkeit?

Jedenfalls habe ich mir für morgen vorgenommen, nur auf das Angebot der Süddeutschen – als digitales Zeitunglesen diesmal – zurückzugreifen. Ich bin gespannt, ob das meinem Zeitplan entspricht, sprich, ob ich es überhaupt schaffe, auch längere Zeitungsstücke zu konsumieren …

Ganz schön aufregend, so ein Selbstversuch, der das digitale Zeitunglesen dem althergebrachten in Kombination mit dem Neuen gegenüberstellt!

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