29th Sep2011

Vom Aussterben und Evolutionsverweigern

by Markus Dreesen

Es stellt sich die Frage, wie man damals vor langer Zeit mit den Dinos umgegangen ist? Gab es Berater, also Dino-Berater? Und wie haben die es mit ihrer Klinentel gehalten, als sie merkten, ups, das läuft hier in eine total falsche Richtung. Nahrungstechnisch, evolutionsmäßig wird das nichts. Offensichtlich haben die Dino-Berater also das getan, was Berater so gerne zu tun pflegen: Ihren Klienten nach dem Mund geredet – sonst gäbe es die Dinos ja noch!

Hat man gerade als Berater mit PR-Kundschaft zu tun, so ergeht es einem ähnlich: Da tummeln sich Fossilien, die ihren gewohnten Stiefel seit 20 Jahren treten und gerne solche Sätze sagen wie: “Du, ich kenne mein Geschäft! Ich weiss, wie´s läuft!” Sie betreiben einen Verlautbahrungsjournalismus, der in keinster Weise auf einen Rückkopplungskanal eingestellt ist, der sogar bewusst einen solchen nicht möchte! Warum? Nun, weil die Deutungshoheit damit aus den Händen gegeben würde – ein Szenario, dass solchen Überlebenden aus der Steinzeit ein Graus ist.

Diese Deutungshoheit ist allerdings schon längst abgegeben worden, die Performance solcher Hol0zän-Bewohner geht gegen Null – zeigt man es Ihnen mit den modernen Zählmethoden erklären sie einem, warum diese Methoden gerade in ihrem Falle nicht funktionieren. Deuten diese sogar um, um letztendlich wieder erklären zu können, dass sie ja wissen, wie´s läuft …

Und da fängt das Dinobeispiel wieder an zu fassen: Eigentlich müsste man jetzt sagen: “Okay, happy Aussterbing!”, wären da nicht die Rechnungen, die man stellen kann …

Insofern, wer ist eigentlich der Schuldige? Der Dino oder der Dinoberater?

 

01st Sep2011

Wie posten?

by Markus Dreesen

© Martin Müller/ pixelio.de

Etwas erstaunt über die Resonanz zu meinem letzten Artikel, der bewusst praxisbezogen war, gibt´s jetzt gleich einen weiteren Artikel zum Posten – wieder bewusst simpel und praxisbezogen: Wie sollte man posten, um möglichst Nutzer der Seite zu binden, neue zu generieren und Kommentare und damit Interaktion zu bekommen.

Ein Grundgebot beim Posten sollte der “Call of action” sein – ein Post, der einfach nur sendet, behauptet oder ein Statement abgibt, wird auf Brandseiten zu wenig Erfolg führen. Allerdings was heisst der “Call of Action” konkret?

  • Der einfachste Fall ist die simple Frage. Und mit simpel ist auch wirklich simpel gemeint. Ein kleines Screening z.B., wo die Fans eigentlich leben, führt schnell zur Konversation unter den Kommentatoren selbst und damit zum Leben auf der Seite.
  • Ein schönes Mittel – meiner Meinung nach ein sehr gutes – ist der “Ausfühl Post”. Man fordert die Leser einfach auf, die Leerstelle zu füllen: “Sagt uns, wann Ihr xy am liebsten nutz! “Ich nutze xy, wenn ………..” Das ist die einfachste Art, für den Nutzer zu antworten und funktioniert immer.
  • Nicht wirklich schick, aber teilweise nützlich ist der Aufruf zur Empfehlung. Die “Follower Power” nutzen, also an das Herz der “Community” appelieren. Dies sollte mit Content gefüllt werden – eine Belohnung ist nicht zu empfehlen, weil administrativ aufwendig – also z.B. eine Formulierung der Empfehlung: “Empfehlt uns bei Euren Freunden – hier ist die Seite, die Euch nützliche Infos gibt/ die besten Locations zeigt …” Allerdings sollte dieser Aufruf eher selten gemacht werden. Schließlich sollte die Seite durch Klasse die Masse anziehen …

Ein gutes Mittel, um User zu binden, ist der geeignete Umgang mit News. Allerdings ist das News Geschäft selbst doch eher den Kollegen der Nachrichtenzunft zu überlassen – das Personal ist einfach zahlreicher. Stattdessen ist der kreative Umgang mit News gefragt:

  • Aktuelle Nachrichten, die über die eigentliche Meldung hinaus von Belang sind, gilt es, in einen neuen Zusammenhang zu stellen. Wann sind den Usern ähnliche Dinge passiert, wo waren sie, als das Ereignis stattfand, wo haben sie davon erfahren und von wem …
  • Eine wirklich gute Art, mit News umzugehen, ist der aktuelle Tag. Der ist heiss, kalt (Wetter geht IMMER!), der hat thematisch mit dem Brand zu tun (Es gibt den Tag des BUTTERBROTS) oder er ist 1, 2, 3 … Monate entfernt von einem wichtigen Tag … für das Brand, für den User…

Ein weiteres schönes Mittel zum Einbinden der User in die Seite ist das Sich-Beschäftigen mit Facebook selbst. Kleine Mash Ups, was gerade für Videos durch die digitale Gemeinde gejagt werden, welche Trends aufgefallen sind (und natürlich die Frage nach den Eindrücken der User, sic!) etc. gehen gut – Facebook User lieben Facebook!

Mit diesen kleinen Hilfen ist es hoffentlich einfacher für die “Bestücker” der jeweiligen Fanpage, die Userzahl zu steigern, aber vor allen Dingen die User zu unterhalten und damit nachhaltig an das Brand zu binden.